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Friday, December 16, 2016

Koreanische Küche selbstgemacht - Crowdfunding auf die leckere Art


Wer bei Korea an detailliert ausgearbeitete Lacktische, Gangnam Style von Psy und Manwhas denkt, koreanische Mangas, vergisst einen sehr spannenden Teil der koreanischen Kultur: Das leckere und sehr vielseitige Essen.
Wusstet ihr, dass es koreanisches Shushi gibt, das im Gegenteil zur eher minimalistischen japanischen Variante davon lebt, viele verschiedene Dinge als Zutaten zu haben und traditionell auch nicht mit Wasabi und Sojasoße gegessen wird? Selbst Hackfleisch kann man da mit hineinbringen und ich kann nur sagen, es schmeckt wunderbar und definitiv nach mehr.

Woher ich das weiß? Meine liebe Freundin Sun-Mi Jung hat mich zur koreanischen Küche verführt und auch wenn es da sehr viele Anteile gibt, die mir absolut unbekannt waren, so ist es doch echt einen Versuch wert. Gerade wenn man wie ich gerne scharf isst, sollte man das aus eingelegtem Chinakohl bestehende, sehr gesunde Kimchi mal probiert haben - jede Familie hat da ihr eigenes Rezept, das sich teilweise sehr von dem anderer Familien unterscheiden kann. 

Sun-Mi vor koreanischer Kulisse | Quelle Bild: Sun-Mi Jung
Das größte Problem bei asiatischer Küche ist aber, dass man in der Regel als Europäer absolut keinen Peil hat, wie die Sachen schmecken sollen, die man da anhand eines Kochbuchs oder eines schicken Internet-Videos zu fabrizieren versucht - ganz einfach, weil es einem niemand sagen kann, wenn man nicht Leute im Bekannten- oder Freundeskreis hat, die mit diesen Geschmäckern aufgewachsen sind. 

Das Essen aus dem Chinarestaurant einigermaßen passend nachzukochen geht ja noch, weil es inzwischen an jeder Ecke ein solches gibt. Beim Koreaner wird es dann schon deutlich schwieriger, da diese doch ziemliche Ausnahmeerscheinungen sind. Und man weiß nie, ob das, was man da gerade isst, wirklich originale koreanische Küche ist, da einem der Vergleich fehlt.
Diesem Problem will Sun-Mi Jung nun mit ihrem Crowdfunding-Projekt "MissSeoulfood" abhelfen, bei dem sie einen Onlineshop für koreanische Lebensmittel und selbst kreierte Gewürzmischungen nach Familienrezepten bei Startnext mit Hilfe der Crowd finanzieren will:


Warum ich das Projekt unterstütze:
Weil ich Sun-Mi nun seit mehreren Jahren kenne und sie als Mensch wie auch als kreativen Kopf, der mit Leidenschaft bei der Sache ist, sehr schätze. Wäre ich ein Kerl, würde ich sie brutal angraben, weil sie zu den Menschen gehört, die einem einfach die Sonne aufgehen lassen können, wenn man mit ihnen in einem Raum ist. 
Ganz davon abgesehen, dass sie wirklich weiss, wovon sie spricht - mit der langlaufenden Kolumne "Korean Girl" hat sie mir Einblicke in die koreanische Kultur und das ganz normale Familienleben dort verschafft, die ich ansonsten nie erhalten hätte - mal ganz davon abgesehen, dass sie wirklich gut kochen kann. Mein erstes koreanisches Sushi habe ich von ihr handgemacht kredenzt bekommen und das war dann auch nicht ohne Grund relativ schnell aufgegessen.

Noch mehr Lokalkolorit mit Sun-Mi | Quelle Bild: Sun-Mi Jung
Warum ihr dieses Projekt unterstützen solltet:
Wenn ihr mal Bock darauf habt, etwas anderes kennenzulernen als die bisher bekannten asiatischen Küchengenüsse aus chinesischer oder japanischer Ecke und was ausprobieren wollt, ohne eine Menge unbekannter Gewürze kaufen zu müssen. Rezepte und abgestimmte Gewürzmischungen gibt es bei Sun-Mis Projekt nämlich als Dankeschön für die Unterstützung frei Haus.
Neugierde auf eine andere Kultur solltet ihr also mitbringen - ich jedenfalls habe es nicht bereut, mich an koreanisches Essen gewagt zu haben und bin schon sehr gespannt, womit ich künftig aus dem Shop beglückt werde.

Und: Ihr helft einem kreativen, freundlichen und zuverlässigen Menschen, einen kleinen Traum zu leben, der absolut keine Eintagsfliege ist, sondern aus dem sicherlich noch mehr entstehen wird als das bereits vorhandene. Wer befürchtet, dass dieses Projekt wie viele Crowdfunding-Sachen irgendwo versandet, sobald das Geld da ist, den kann ich beruhigen: Sun-Mi gehört nicht zu den Leuten, die nur reden und dann nichts leisten.

Neugierig geworden? Hier gibt es das Rezept für Chachangmyon als Video von und mit Sun-Mi zum reinschauen und mitkochen:

Auch die lokalen Medien haben bereits Wind von der Sache bekommen und über Sun-Mis Projekt bei der WDR-Lokalzeit berichtet - schaut doch mal rein, sie berichtet da einiges Wissenswertes. In diesem Sinne: Lasst euch doch einfach mal darauf ein -noch acht Tage habt ihr Zeit, dieses Projekt zu unterstützen:

Thursday, December 15, 2016

Durchstarten bei Stellaris - Start-Guide für Weltraumherrscher


Mit dem neuen 4X-Spiel "Stellaris" von Paradox geht's auf ins Weltall - mit der Rasse eurer Wahl, einem Startplaneten, einem Forschungsschiff, einem Konstruktionsschiff und Kampfschiffen wird euch das Schicksal einer Zivilisation anvertraut, die gerade erst genug über Raumfahrttechnologie gelernt hat, um sich nun vorsichtig in ihrer Nachbarschaft umzuschauen. 
Damit für euch der Spielstart nicht zu holprig wird, habe ich euch ein paar Tipps zusammengefasst, die das Tutorial ergänzen sollen - denn das ist glücklicherweise sehr viel ausführlicher als bei "Crusader Kings II" und auch leichter verständlich, aber es gibt natürlich auch ein paar Details, die darin nicht enthalten sind, einem aber so einiges erleichtern. 
Viel Erfolg beim Siedeln, Erkunden und Erobern!

Kenne Dein galaktisches Imperium - die Übersichtsleiste

Ohne dieses Teil kommt man bei "Stellaris" nicht weit - deswegen solltet ihr euch nach und nach damit vertraut machen, die Übersichtsleiste eures Imperiums immer wieder im Blick zu behalten. Diese befindet sich am oberen Rand des Spielfensters und beinhaltet folgende Teile:

Diese einzelnen Reiter lohnen einen regelmäßigen Beusch:
Regierungsübersicht eures Reiches in Form eures Wappens (mit Infos über Regierungsform, Reichseffekte, das Budget, demographische Daten und politische Richtlinien/Erlasse)
Reichsübersicht (Übersicht über alle eure beherrschten Planeten samt Gouverneur, Bewohneranzahl und Produktion auf dem jeweiligen Planeten)
Kontakte (andere bekannte Völker in der Galaxis, deren Zuneigung zu eurem Volk, Entfernung, Status und eventuelle Bündnisse)
Schiffsdesigner (Übersicht aller konstruierbaren Schiffstypen, bei denen ihr Zubehör, Waffen, Antriebe, Verteidigung auswechseln/eigene Entwürfe basteln könnt) 
Situationsprotokoll (hier verfolgt ihr Quests und Forschungsprojekte bzgl eurer Volksgeschichte und Kontakten mit anderen Spezies)
Technologien (hier seht ihr die aktuellen Forscher, deren Projekte und die Forschungsfortschritte in den Bereichen Physik, Sozial und Ingenieur).

Daneben gibt es euer Imperium in Zahlen - zum einen die aktuelle Produktion von Energie-Credits (die intergalaktische Währung), Mineralien (Rohstoffe, mit denen ihr Gebäude, Stationen und Schiffe baut), Einfluss (mit dem ihr Anführer rekrutiert, Aussenposten unterhaltet, diplomatischen Einfluss nehmen könnt); dazu wird euch gezeigt, wie viele Forschungspunkte in den Bereichen Physik, Soziales und Ingenieur pro Monat reichsweit hinzugewonnen werden.
Daneben gibt es eine Anzeige für strategische Ressourcen (ich habe noch keine^^), das aktuelle Planetenlimit des Reiches (hier sind zwei von fünf möglichen Planeten kolonialisiert) und das Flottenlimit (derzeit hat mein Reich sieben von fünfundzwanzig effizient verwaltbaren Kampfschiffen, hat man mehr, wird der Unterhalt deutlich teurer).

Anhand dieser Leiste könnt ihr im Blick behalten, wie gut es in eurem intergalaktischen Reich gerade läuft - gerade Credits und Mineralien sind zu Spielstart wichtig, um auf die Beine zu kommen und sich schnell ausbreiten zu können, da so ziemlich alles beide Ressourcen zum Bau braucht.

Ressourcenproduktion ist das Rückgrat eines funktionierenden Sternenreiches

Wer viele Schiffe, Aussenposten und Raumstationen bauen will, braucht Geld und Mineralien. Die erhält man bei Stellaris nur, wenn man sie produziert/abbaut. Auf dem Startplaneten gibt es zwar eine grundlegende Produktion, aber die reicht bei weitem nicht aus, um eine Flotte auszustatten.
Geht beider Planetenübersicht auf den Reiter "Oberfläche" und clickt mit der rechten Maustaste auf ein Geländefeld, auf dem sich bereits ein Bewohner befindet, dann seht ihr, welches Gebäude ihr errichten könnt. Jedes Geländefeld bietet eine oder mehrere der Hauptressourcen (Credits, Mineralien, Physik-, Sozial- und Ingenieurforschung). Gibt es auf dem Feld verschiedene Ressourcen, entscheidet ihr euch mit dem Bau eines Gebäudes für die künftig ausgebeutete Ressource.
Wichtig: Nur Geländefelder, innerhalb derer sich ein Bewohner befindet, produzieren Ressourcen. Bewohner könnt ihr frei hin- und herschieben, um die Ressource eurer Wahl zu produzieren. Blockierte Geländefelder müsst ihr entweder gegen Credits und Mineralien räumen (gelb-schwarze Markierung) oder erst eine Räumungsmöglichkeit erforschen (rot-schwarze Umrandung).

Mit fortschreitender Forschungstätigkeit könnt ihr auch bessere Versionen der Grundgebäude errichten - beispielsweise leistungsstärkere Kraftwerke, die mehr Energie-Credits produzieren. Wenn ihr ein vorhandenes Gebäude upgraden könnt, erscheint am rechten oberen Eck des Geländefels eine gelbe Ecke mit Pfeil nach oben darin. Clickt diesen, dann seht ihr, was ihr verbessern könnt.

In so manchen Sternensystemen kann man zwar kleinere Planeten finden, auf denen sich Ressourcenvorkommen befinden, aber keinen kolonialisierbaren Planeten (oder hat die klimatische Kolonialisierungsmöglichkeit eines Planeten schlichtweg noch nicht erforscht) - für einen ordentlichen Zustrom an Ressourcen solltet ihr in einem solchen System ausserhalb eurer Grenzen einen Außenposten errichten. Schickt ein Konstruktionsschiff mit Eskorte dorthin, um im Stern des Systems den Außenposten zu bauen. Danach könnt ihr an den einzelnen Planeten des Systems Bergbau- und Forschungsstationen errichten.

Zusätzlich markiert ihr damit den Anspruch eures Reiches auf dieses Systems und erweitert damit eure sichtbaren Reichsgrenzen auf der Übersichtskarte der Galaxis. Auch das Startsystem solltet ihr auf diese Weise so schnell wie möglich ausbauen, wenn es entsprechende Rohstoffe gibt - je mehr Ressourcen ihr im Early Game nutzen könnt, desto mehr Möglichkeiten habt ihr.
Wichtig: Der Unterhalt von Aussenposten kostet monatlich 1 Einfluss - also achtet darauf, euch beim Bau von Aussenposten nicht zu übernehmen, um nicht eure Möglichkeiten zu beschneiden.

Auch euer Raumhafen lässt sich nach getaner Forschung verbessern - ob nun mit Solarmodulen, die Energiecredits beisteuern, Farmpanels, welche die Nahrungsproduktion auf dem Planeten erhöhen oder Hangars, in denen bestimmte Schiffstypen schneller und billiger gebaut werden können, ihr habt hier viel Raum zur Individualisierung:


Forschen, forschen, forschen

Im Early Game von Stellaris geht alles darum, sich die Umgebung des eigenen Startsystems möglichst schnell anzusehen, damit man sich überlegen kann, in welche weitere Richtung man expandieren möchte und wo es Rohstoffe gibt, falls das Startsystem ein bisschen karger ausgefallen ist. Ich empfehle, mindestens ein zweites, wenn nicht gar ein drittes Forschungsschiff zu bauen, um sich in die umliegenden Systeme zu begeben.
Dabei sollte man generell jede Anomalie erforschen, der man begegnet - auch der Erstkontakt mit anderen Spezies erfolgt über ein Forschungsprojekt eines Forschungsschiffs, da man nicht wie bei Civ auf eine andere Rasse trifft und sofort mit dieser sprechen kann, sondern erst einmal grundlegende Kommunikation erforscht werden muss.

Ebenfalls sollte man stets aktive Forschungen im Technologie-Sektor laufen haben. Hier gibt es noch einen Trick: Neben jedem Forscher, den ihr engagiert, ist ein Symbol zu finden (beispielsweise ein DNA-Strang in einem grünen, runden Feld, mit dem besonderes Können des Forschers im Bereich Biologie angezeigt wird). Hat das aktuell laufende Forschungsprojekt dasselbe Symbol, spart ihr einen guten Teil der gesamten Forschungszeit!

Mit den grundlegenden Forschungsprojekten "Wissenschaftliche Methode" (Errichtung von Forschungslabors auf der Oberfläche eines Planeten) "Physik-/Ingenieurlabor" (auf Physik-/Ingenieurforschung spezialisierte Oberflächenlabors) und mit Forschungsstationen in Systemen könnt ihr die Forschungsleistung eurer Wissenschaftler ordentlich steigern oder mit Forschungen wie "Selbstbewusste Logik" (Physik, eine Forschungsalternative mehr zur Auswahl) erweitern.

Bequeme Flottenverwaltung leichtgemacht

Ohne eine ordentliche Verteidigungsmacht kommt auch das friedlichste Volk nicht aus - denn die Nachbarn sind selten so freundlich und nehmen auf pazifistische Interessen Rücksicht. Glücklicherweise erleichtert "Stellaris" die Verwaltung der jeweiligen Flotte enorm:

Flotte zusammenfassen fügt ein neues Schiff in der Nähe einer vorhandenen Flotte dieser hinzu oder fasst viele einzelne Schiffe zu einer Flotte zusammen: einfach mit dem Mauscursor über einen gehaltenen Linksclick alle gewünschten Schiffe markieren und dann diesen Button betätigen
Flotte anhalten unterbricht den Flug einer Flotte, die ihr irgendwo hingeschickt habt
Zurück lässt die Flotte zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren
Verlegen schickt die Flotte an einen von euch gewählten Zielort
Ziel angreifen lässt die Flotte eine andere oder ein Raumgebäude angreifen
Bodenunterstützung lässt eure Raumschiffe die Bodentruppen bei einem Angriff unterstützen, aber Bombardement aus dem Orbit kann die Oberflächengebäude beschädigen
Flottenhaltung passiv / aggressiv / ausweichend bestimmt, wie sich eure Flotte bei der Anwesenheit von Feindflotten im gleichen System benimmt. Passive Flotten greifen nicht von selbst an, aggressive sehr wohl, ausweichende Flotten ziehen sich in angrenzende Sektoren zurück (hilfreiche Einstellung für Konstruktions- und Forschungsschiffe!)
Flotte reparieren schickt eine Flotte mit beschädigten Schiffen zum nächstgelegenen Raumhafen, um sie dort reparieren zu lassen
Flotte verbessern upgradet Schiffsmodelle, die ihr mit besserer Ausrüstung im Schiffsdesigner ausgestattet und gespeichert habt, am nächsten Raumhafen; die Flotte fliegt nach Betätigung selbständig dorthin und verweilt bis zur Fertigstellung des Upgrades
Flotte aufteilen teilt die vorhandene Anzahl an Schiffen in gleichwertige Flotten auf
Neue Flotte erstellen lässt euch genau selektieren, welche Schiffe in eine neue Flotte verlegt werden

Wenn ihr euch das Herumhantieren mit dem Schiffsdesigner nicht zutraut, dann könnt ihr Upgrades auch ganz der KI überlassen: wählt einfach die Schiffsklasse aus, die ihr upgraden wollt, und clickt dann rechts unten auf "Automatisch fertigstellen". Die KI fügt dann selbsttätig bessere Ausrüstung ein und funktioniert laut Paradox nach denselben Prinzipien, die auch bei den KI-Gegnern für Upgrades verwendet werden.
Verbesserte Schiffe machen euch den Umgang mit Piraten und dem unfreundlichen, geldgeilen Nachbarn deutlich leichter, doch achtet darauf, dass die Waffen/Verteidigungsausrüstung nach dem Schere-Stein-Prinzip funktionieren: Sich nur auf die Erforschung einer einzigen Waffenart zu konzentrieren hilft nichts, wenn euer Gegner genau gegen diese seine Schiffe ultrastark mit Verteidigungsmaßnahmen hochrüstet.

So - das war's erstmal mit meinen Start-Tipps für angehende Weltraum-Imperatoren! Wenn euch diese Hinweise geholfen haben, im Spiel leichter zurecht zu kommen, freue ich mich über einen Kommentar. Sollte eurer Ansicht nach etwas fehlen, dann sagt es mir bitte, damit ich diesen Startguide ergänzen kann. Wir sehen uns in den Tiefen der Galaxis! ;)

Lösung für Latenzprobleme bei SWTOR und WoW


Es begann harmlos: gegen Abend stiegen die Latenzen beim gemütlichen SW:ToR-Zocken immer mal wieder an, aber nie so sehr, dass es unspielbar geworden wäre. Das ging einige Tage so weiter, dann kamen die ersten richtigen Ausfälle mit dem gefürchteten roten X anstelle einer Latenzanzeige. Manchmal ging es schon gegen 20 Uhr los, aber spätestens um 21 Uhr schnellten die Latenzen in eine dermaßen heftige Höhe, dass es nicht mehr möglich war, sich im Spiel auch nur zu rühren - oder neu einzuloggen, ohne minutenlang auf den Ladescreen zu starren, ohne letztendlich wieder auf den Server zu kommen.
Die Zeit verging, das Problem blieb bestehen.
 Die ersten Tage beschäftigte ich mich noch anders, immerhin kam das neue WoW-Addon heraus, das gespielt werden wollte. Da aber SW:ToR meine Hauptanlaufstelle für Rollenspiel ist, blieb dann doch eine recht große Lücke offen. Bis auf SW:ToR konnte ich auch alles spielen - WoW, ESO, Steam-Spiele, alles kein Problem. Nur die Ausflüge in die Galaxis weit, weit entfernt schienen erstmal Geschichte zu sein.

Nach drei Wochen wurde es mir zu blöd - unsere Anrufe bei unserem Internet-Provider (Vodafone) erbrachten nur die Aussage, die Leitung sei in Ordnung, und es sei ihnen kein solches Problem bekannt. Beim SW:ToR-Support erhielt ich zumindest die Antwort, dass sie das Problem kennen würden, weil einige andere Kunden dieses auch hätten; eine Lösung konnte mir jedoch auch dort niemand nennen - ausser aussitzen.

Niemand fühlte sich verantwortlich, niemand konnte helfen 


Mein Kerl und ich versuchten dem Problem mittels Ping und tracert auf die Spur zu kommen und fanden immerhin heraus, dass unsere einzige Route zu den SW:ToR-Servern über Netzknoten von Level3 und das Telia.net-Netz verlief. Laut diverser Suchergebnisse war diese Kombination schon früher ein Garant für hohe Latenzen und langwierige Verbindungsprobleme - da schien guter Rat teuer.
Zwischendrin war ich an dem Punkt, an dem ich am liebsten einen anderen Provider gehabt hätte - aber ähnliche Latenzprobleme gibt es auch immer mal wieder zwischen der Telekom und den WoW-Servern, da diese genau wie die SW:ToR-Server in Irland stehen und man am Telia.net-Netz nicht vorbei kommt.

Glücklicherweise gab mir ein Mitspieler den Tipp, es mit einem VPN-Programm zu versuchen, um auf einem alternativen Weg zu den Servern zu gelangen. Das Ganze funktioniert im Grunde wie eine Reise per Auto von München nach Hamburg:
München ist dabei mein Ausgangspunkt (alias der Ort, an dem mein Rechner von unserer Box aus ins Netz geht und sich seinen Weg sucht). Hamburg ist der Zielort (an dem die SW:ToR-Server über das Netz erreichbar sind). Von München nach Hamburg gibt es nur eine bestimmte Anzahl an Strecken, die man per Auto befahren kann - all diese Strecken gehören unterschiedlichen Eignern, die für eine Benutzung gerne Geld sehen möchten. Ich als Kunde bezahle meinen Provider (Vodafone) dafür, dass er mir einen Weg durch dieses Netz an Verbindungsmöglichkeiten eröffnet und die Bezahlung der Eigner übernimmt. So weit, so gut.

Ein Problem entsteht dann, wenn an einem bestimmten Punkt - nehmen wir mal die Dauerbaustelle Elbtunnel als Beispiel - nur noch eine gewisse Menge Verkehr durchfließen kann (aus welchem Grund auch immer: Netzknoten kaputt, Streit zwischen Provider und Netzknotenbetreiber, etc), aber immernoch dieselbe Menge Autos durch den Tunnel wollen. Dann gibt's Stau und nur noch wenige Leute kommen zur selben Zeit durch. 
Da aber beispielsweise andere Provider sich mit dem Netzknotenbetreiber auf andere Weise geeinigt haben, werden die priorisiert durch den Elbtunnel durchgelassen oder aber dürfen von Anfang an eine alternative Route nutzen. Das heisst, wer Kunde bei einem Laden ist, der mit dem Elbtunnelbesitzer nicht gut kann oder keine Alternativroute benutzen darf, der hat Pech gehabt und steht im Stau.

Mittels VPN freier im Netz bewegen - und andere Routen nutzen


Mit einem VPN-Programm kann man sich eine andere IP-Adresse zulegen, beispielsweise eine aus den USA oder Großbritannien, und bekommt so die Chance, auf einer ganz anderen Route zum Zielpunkt geleitet zu werden.
Wer viel auf öffentlichen WLAN-Hotspots unterwegs ist, kann so verhindern, Malwareangriffen ausgesetzt zu sein und kann sich generell auch am heimischen PC im Netz anonymer bewegen - im Zeitalter von allzu datengierigen Anbietern im Netz vielleicht auch nicht die schlechteste Idee.
Man muss allerdings in Kauf nehmen, dass man beim Surfen ein bisschen langsamer unterwegs ist, immerhin wird man erstmal quer durch die Weltgeschichte geschickt - auch funktionieren nicht alle Dienste einwandfrei (Amazon Prime reagiert zB recht verschnupft auf eine britische IP).

Aber die Hauptsache ist, dass SW:ToR nun wieder spielbar für mich ist und nicht wesentlich langsamer läuft als noch zu der Zeit, als alles okay war. Damit lässt sich die zeitweilige Leitungszuckerei irgendwie aushalten - und alle Google-Funde lassen mich hoffen, dass diese Zeit extremer Leitungsunwilligkeit nur eine periodische Angelegenheit ist und nach ein paar Wochen wieder vorbei ist.

Und sollte das Ganze wiederkehren, dann weiss ich nun, was ich tun werde. Im CHIP-Test der fünf besten VPN-Anbieter im Vergleich findet ihr sicher etwas Brauchbares - oder ihr sucht selbst mal nach den Stichworten "VPN" und "Service" bei Google.
Solltet ihr euch nicht sicher sein, ob ihr einen solchen Service nutzen wollt oder ob es überhaupt funktionieren kann, wäre Hotspot Shield (bei CHIP verlinkt) die erste Wahl, da ihr dort komplett kostenfrei testen könnt und nur mit ein bisschen Werbung leben müsst, die eingeblendet wird.

Alternativ könnt ihr auch zuerst versuchen, über euren Provider den Port resetten zu lassen oder aber, wenn ihr eine Leitung mit viel Speed habt, diese drosseln zu lassen, um mehr Stabilität zu erreichen (diese Tipps stammen von User joealtendorf aus dem Latenzproblem-Diskussionsthread im offiziellen SW:ToR-Forum).
Wichtig bei allen Problemen dieser Art: Lasst euch nicht entmutigen, sucht auf eigene Faust weiter und vor allem, gebt euch nicht mit dem zufrieden, was die 'offiziellen Stellen' tun oder auch nicht tun. Ich musste dieses Problem selbst lösen und bin froh darum, mich bemüht zu haben.

Zwischen Tussen und Lichtschwertern (Weltfrauentag 2016)


Manchmal möchte ich glauben, ich befinde mich in irgendeiner seltsamen Paralleldimension, in der die Werte der '68er-Bewegung noch nicht so ganz angekommen sind. Bestes Beispiel sind TV-Formate wie 'Der Bachelor', in der langbeinige, schicke Mädels ihr Bestes geben, um einen offensichtlich vermögenden Junggesellen zu umgarnen.
An sich nichts Falsches, möchte man meinen, denn die Teilnehmerinnen stimmen ja aus eigenem Willen den Bedingungen der Show zu, die anscheinend daraus bestehen, dauernd wie frisch vom Stylisten herumzulaufen, sich wie eine grenzdebile Tussi aufzuführen, deren Hirn für die Dauer der Teilnahme nur noch 10% der übrigen Größe beträgt und hemmungslos von morgens bis abends den einzig vorhandenen Kerl anzuschmachten.

Oder wie lässt sich sonst erklären, dass die Studentinnen, Verkäuferinnen, Trainerinnen, Lehrerinnen, Ex-Schauspielerinnen und Burlesque-Tänzerinnen kollektiv zu kreischen beginnen, wenn sie den Bachelor zu Gesicht bekommen oder auch einfach nur eine Videobotschaft von ihm erhalten? Ich weiss sehr genau, wann mich ein Mann zum Schreien bringt, und nein, eine Video-DVD in die Hand gedrückt zu bekommen gehört eindeutig nicht dazu.

Ich gebe es ja zu: Ich wollte einfach mal wissen, was es mit einer Show wie 'Der Bachelor' auf sich hat. Bisher habe ich dieses TV-Format boykottiert, weil es mir irgendwie seltsam vorkam, eine Sendung über unvermeidlichen Zickenkrieg zu machen, aber anscheinend läuft sowas ja recht gut. Siehe 'Germany's next Topmodel', in unserem Haushalt auch gerne liebevoll als 'Germany's next Schrottmodel' umbenannt.
Wobei ich bei dieser Sendung schon ein gewisses Mitgefühl für die Teilnehmerinnen habe, da die meisten einfach noch zu jung sind, zu unerfahren, um sich wirklich im Klaren zu sein, dass sie während dieser Sendung im Grunde prostituiert werden und die riesengroße Modelkarriere auch für die Gewinnerin eher eine Ausnahmeerscheinung sein dürfte.

Aber schon bei der ersten Folge hatte ich irgendwie das Gefühl, dass die Sendung nur dann besser wird, wenn ich meinen Kopf mit Anlauf gegen die Tischkante knalle. Zweiundzwanzig gutaussehende Frauen, einige davon mit richtig interessanten Jobs, andere noch in Ausbildung, deren Reaktion beim ersten Blick auf den heiratswilligen Junggesellen Leonard, seines Zeichens vermögender Unternehmensberater mit Kind aus erster Ehe, in eine Art Rauschzustand verfallen und sich mit kieksigen, gekreischten 'Der sieht ja gut aus!'-Feststellungen unwissend zu überbieten versuchen. 

Die drei "weiblichen" S: Schön machen, Shoppen, Schreien


Mädels, im Ernst: Niemand würde die verdammte Sendung anschauen, wenn ein fünfzigjähriger, schmerbäuchiger alter Sack da auf euch warten würde. NATÜRLICH muss auch der Bachelor was für's Auge sein, sonst funktioniert das Format nämlich nicht. Auch die Zuschauerinnen sollen vom vermeintlich großen Fang träumen dürfen, sich an die Stelle der Mädels wünschen, die versuchen, mit den üblichen, den Frauen zugeschriebenen Mitteln um Leonard zu buhlen. Und das heisst: Schminken bis zum Umfallen, lästern, Zickenkrieg. Da wird die Bemerkung einer Kandidatin, dass sie mit Kindern nicht viel anfangen kann, zum absoluten Killerthema, das sich die folgenden drei Sendungen hartnäckig hält.

Die Hobbys der Mädels sind auch recht spannend - eine sammelt beispielsweise über 1500 Fläschchen Nagellack, ausreichend für gleich mehrere Leben mit sehr bunten Fingernägeln. Natürlich dürfen die obligatorischen Renner Reiten, Fitness, Schuhe, Shoppen und schickmachen nicht fehlen. Wo bleiben da bitte mal die gepiercten Punkerinnen, die Zockerbräute, die belesenen Fantasyfreundinnen? Das Beste, was es hier aus der Nerd-Ecke zu bieten gab, war die Kandidatin, die als Kind mal Hulk Hogan heiraten wollte, weil sie ein großer Marvel-Fan ist. Immerhin, ein paar Tattoos sind zu sehen, damit rettet sich RTL zumindest die Sympathien der Hautbildfans. Ansonsten ist Diversität eher Mangelware.

Der Bachelor wird vor verschiedenen Mädels gewarnt, die ja nur schauspielern würden, um die Show zu gewinnen. Er selbst sucht angeblich die Frau fürs Leben, die neben Intelligenz auch Charme, Stil und Selbstbewusstsein mitbringt, sucht sich aber zielsicher für seine Endrunde drei Damen aus, deren Optik nahezu austauschbar ist und die entweder durch heftigste Schüchternheit oder brutales Vordrängen im Spiel geblieben sind.
Jene Frauen, denen ich irgendwie echte Klasse und Intelligenz zugeschrieben hätte, wurden schon in den Vorrunden durch unseren Junggesellen aus dem Spiel gekegelt. Ob man mit einer solchen Show wirklich seine Traumfrau finden kann, wage ich zu bezweifeln - aber es zeigt, welches Gesellschaftsbild einer idealen Beziehung anscheinend noch immer existiert.

Willkommen zurück im Mittelalter...


Die Frau darf gut aussehen, ein bisschen naiv und unerfahren sein, idealerweise blond und blutjung, während der Mann im Leben die Führungsrolle einnimmt, einen dicken Batzen Geld mitbringt und sich eine Familienfrau wünscht, die gemeinsam mit ihm aufsteht. Wirklich weit vom Mittelalter haben wir uns, wenn man solche Shows mal genauer betrachtet, nicht entfernt.
Auch damals mussten Frauen jung sein, um noch viele Kinder gebären zu können. Intelligenz war sicher keine Grundvoraussetzung, da eine Frau sich nicht zu viel in das Tun ihres Mannes einmischen sollte, lieber gehorsam und angepasst bleiben. Und der Mann hatte dank Verfügungsgewalt über das Vermögen auch die Entscheidungsfreiheit innerhalb der Beziehung darüber, was gemacht wird und was nicht. 

Selbst in kleinen Details im Alltag ist für mich immer wieder zu merken, dass wir anscheinend als Gesellschaft noch nicht in einer modernen Welt angekommen sind. Ich selbst bin 1,85m groß, mein Lebensgefährte ist 10cm kleiner. Wie oft ich gefragt werde, ob er mir nicht zu klein ist und ob mich das denn nicht stört, dass mein Mann mich nicht körperlich überragt, kann ich inzwischen nicht mehr zählen. Meine Antwort ist da zumeist, dass man geistig auf Augenhöhe sein muss, um eine gute Beziehung zu führen und die Genetik dafür keine Rolle spielt.
Auch ein Mann mit 1,90m kann ein Idiot sein, mit dem man nichts hinbekommt. Rückblickend betrachtet war die Körpergröße bei keiner meiner Beziehungen jemals ein Entscheidungskriterium - aber anscheinend ist dieses Bild aus der Werbung immer noch in sehr vielen Köpfen vorherrschend. Denn auch mein Lebensgefährte wird von anderen Männern gefragt, ob ich ihm nicht zu groß sei.

Kein Wunder, dass einem manchmal ferne Welten als deutlich attraktiver erscheinen. Welten, in denen das Geschlecht viel weniger relevant ist als das, was der Charakter kann. Gerade bei Star Wars scheint mir die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern sehr deutlich vorhanden, auch wenn durch die Entstehungszeit der ersten Filme in den 70er/80er Jahren natürlich viele Hauptrollen noch vom damaligen Geschlechterbild geprägt mit Männern besetzt wurden.
Aber Star Wars ohne Prinzessin Leia, Ahsoka Tano, Rey und Padmé Amidala, SW:ToR ohne Satele Shan, Shae Vizla, Admiral Ranken, Kanzlerin Saresh oder Lana Beniko wären ganz andere Welten. Starke Frauen müssen männliche Handelnde nicht an die Wand drängen, sondern bieten ein notwendiges und interessantes Gegengewicht, sind Freunde, Gegner, Helfer, Hindernisse oder Geliebte.

'Das Schwarze Auge' hat schon früh gezeigt, dass eine relativ gleiche Verteilung von Männern und Frauen auf wichtige Posten die Sache deutlich interessanter machen kann. DSA war mein erstes Rollenspiel, das mir mit fünfzehn in die Hände geriet, und da habe ich in einem Rollenspielsystem erfreut feststellen dürfen, dass die Frage nach dem Geschlecht nur untergeordnete Bedeutung haben muss und im Grunde gar keine hat, wenn es darum geht, einen interessanten Charakter zu basteln. 

Spannendere Welten gibt's wohl nur im Spiel


Andere Rollenspiele machen es glücklicherweise nach und limitieren die möglichen Rollen nur dann, wenn eine was Geschlechterrollen angeht, besonders restriktive Gesellschaft existiert. Da möchte man meinen, dass sich die Realität vom Rollenspiel ruhig mal eine Scheibe abschneiden könnte - dann wären auch Sendungen wie 'Der Bachelor' deutlich interessanter.
Beispielsweise, wenn die Ladies beschließen, mit einem zünftigen Schwert- oder Faustkampf die Reihe der Interessentinnen ein bisschen auszudünnen, das viele Geläster mit einer tiefsinnigen Diskussion über Philosophie oder interessante Bücher unterbrochen wird und man sich generell einfach auf andere Arten auseinander setzt als nur durch hinterfotziges gegeneinander-Gezicke. Lieber ein Lichtschwert als das hundertste Paar Schuhe.

Wenn für die Auswahl der Traumfrau ein bisschen mehr zählen darf als Aussehen und gut präsentierte körperliche Argumente oder Kussbereitschaft. Wenn nicht optische Perfektion einer modelhaften Norm entsprechend eines der Haupt-Auswahlkriterien ist, sondern bunte Vielfalt. Aber ich würde vermuten, dass solche Sendungen erst dann aufkommen, wenn wir es nicht mehr erleben werden. Falls bis dahin nicht die große Zombieapokalypse oder Atomexplosion passiert sind. Aber vielleicht suchen ja auch Zombiejunggesellen per TV-Show die Traum-Faulbraut, wer weiss. Und am Ende gewinnt die Dame, der am wenigsten während der Sendung abgefallen ist ...

Wednesday, December 14, 2016

The Good, the Bad and the Jedi: Ein kleiner Abschied


Es ist erstaunlich leicht, wenn man abgeschlossen hat.
Die Situation auf Tython hatte sich in den letzten Stunden konstant verschlechtert und inzwischen war den Beteiligten der Kämpfe gegen die unbekannten, überaus zielstrebigen Angreifer auch anzusehen, dass die permanente Anstrengung an ihnen zehrte. Im Taktikkartenraum war ein behelfsmäßiges Lazarett errichtet worden, und der Diplomat bewegte sich leise durch die Reihen der Notbetten mit ihren hustenden, stöhnenden Besitzern. 
Immer wieder blieb er an einem Bett stehen, kniete sich neben dieses und versuchte, der verletzten Person darauf Zuspruch und Ablenkung zu bieten. In einer Situation wie dieser, welche taktisches Können und das Schwingen eines Lichtschwertes vermutlich das einzige waren, womit man diesen unhaufhaltsam wirkenden Vormarsch irgendwie zu bremsen vermochte, war ein wenig kriegerisch veranlagter Diplomat an vorderster Front mehr Hindernis als Hilfe.
Also tat er, was er in solchen Situationen stets tat - er suchte sich einen Platz, an dem er nützlicher sein konnte als dort, wo er kampferfahrenen Rittern im Weg stand. Die vergangenen Stunden hatte er damit verbracht, auf Tythons Planetenoberfläche die Leute aufzusammeln, die in Notfallkapseln aus dem Orbit abgestürzt waren, um die meist zu Tode erschreckten, traumatisierten Soldaten zum Tempel zurückzubringen. 
Bis dieses Tun durch die vorrückenden Truppen des Gegners unmöglich geworden war. Die Geretteten waren nicht in Sicherheit, das wusste er inzwischen, da nun auch der Tempel direkt im Fokus der Angreifer lag. Aber solange man lebte, konnte man etwas tun. Aufgeben konnte man, wenn man tot war.

Von all den Dingen, die man dem Mann von Druckenwell vorwerfen konnte - sein Hang dazu, Grauschattierungen eher zu betrachten als ein klares Schwarz oder Weiss, sich bei der Interpretation des Jedi-Codex auch liberaleren Ansichten offen zu halten, emotionale Verstrickungen zu anderen Personen - war mangelnde Hingabe an die Ideale des Ordens nie eine Frage gewesen. Aloncor Torn war ein seltsames Exemplar einer Mischform von Lebenseinstellungen. Er empfand sich selbst als Idealsten, der daran glaubte, dass die Galaxis die Hilfe und Hingabe des Jedi-Ordens brauchte, um gesund zu bleiben. Gleichzeitig aber war er Realist genug zu erkennen, dass man dieses Ziel nicht alleine mit gutem Willen und einem freundlichen Lächeln erreichte. Langwierige, zähe Verhandlungen mit verstockten Militaristen und sonstigen Ewiggestrigen hatten ihn dies relativ früh gelehrt.
Und alles an der derzeitigen Situation sprach dafür, dass eine Flucht von Tython schwierig werden würde, wenn nicht vielleicht sogar nahezu unmöglich. Der unbekannte Feind war ihnen überlegen, hatte sogar die Orbitalstation zerstört. Die Angriffe, die Aloncor selbst erlebt hatte und bei denen durch diesen Angreifer schon Tage zuvor unbarmherzig alles Leben auf einer Thranta-Fregatte und republikanischen Aussenposten ausgelöscht worden war, waren so zielstrebig ausgeführt worden, dass die Wahrscheinlichkeit groß schien, dass dieses Schicksal auch dem Tempel bevorstand.

Dies war eine Zeit für Kämpfer, für jene, die schnell genug waren, die stark genug waren, die vor allem mit ihrem Lichtschwert einen Unterschied machen konnten. Der Tempel würde fallen, und jeder, der sich etwas anderes vormachte, war vielleicht zu sehr mit dem nostalgischen Gedanken verhaftet, der mit den Wasserfällen, den Blumenwiesen und der Friedlichkeit des 'Padawanfelsens' einher ging. Für Aloncors kleine Welt war die Zeit auf Tython vorüber. 
Er würde nur Erinnerungen mitnehmen können, den Gedanken an den Duft der kleinen blauen Blumen, die Schönheit von Meister Aldes alderaanischen Rosen, die er noch vor wenigen Tagen auf Blattläuse untersucht hatte, wie er es immer tat, wenn er von einem Einsatz nach Tython zurückkehrte. Die Erinnerung an Gespräche, Gedanken, ein Lächeln. Den Wind in seinem Haar auf dem Weg in machtgestützten Sprüngen die Berge hinauf, bis er fast geglaubt hatte, fliegen zu können, nur für einen Bruchteil eines Moments, doch lange genug, um darüber Freude zu empfinden, bis ins innerste Mark hinein. Solche Augenblicke waren es, die ihm Kraft gaben, wenn die Galaxis dunkel wurde.
Wenn auf dem Lichterteppich der emotionalen Eindrücke anderer nach und nach immer mehr kleine helle Punkte erloschen und schließlich nur noch dumpfe, schwarze Leere zurückblieb, umgeben von schwachen Echos, die als einzige Erinnerung an die Ausgelöschten zurückblieb. Sanft griff er die Hand einer Soldatin, die zitternd und mit verbundenem Oberkörper auf einer Liege lag und leise vor sich hin wimmerte. Physischer Kontakt kann Stressoren lindern, Padawan.

Vielleicht würde Morwena es irgendwann verstehen. Die Chancen der Padawan hielt er für recht hoch, den Angriff auf Tython irgendwie zu überleben. Sie hatte ein Talent dafür, den Kopf oben zu behalten, und ihre Meisterin war irgendwo an einer anderen Front im Einsatz. Sie würden sich sicherlich wiederfinden, wenn das alles hier vorüber war. Er konnte nur hoffen, dass Saneera Uniri nicht vergessen würde, ihrer Padawan auch die anderen Dinge nahe zu bringen, die das Leben als Jedi ausmachte. Den Krieg kannte Morwena Aquae genug, doch hatte sie offensichtlich niemand den Frieden gelehrt.
Aloncor lauschte den zittrig und müde gesprochenen Worten der verletzten Soldatin und versuchte, ihr Mut zuzusprechen. Als sie damit begann, von ihrer Familie zu berichten, ermutigte er sie mit behutsamem Nachdruck. Sie erzählte ihm von ihrer jüngsten Tochter, dem Nesthäkchen, das so gerne 'Jedi' spielte und die Rabauken aus der Nachbarschaft mit einem Stock verprügelte. Als die Frau schließlich mit einem Lächeln auf den Lippen vor Erschöpfung einschlief, lächelte auch der Diplomat einige Momente lang, bevor er die Augen schloss und die Geräusche um sich herum ausblendete.

Er betrachtete seine Chancen nüchtern. Die Wahrscheinlichkeit, dass er überlebte, waren nicht allzu hoch. Es würde Jedi geben müssen, die versuchten, den Flüchtenden genug Zeit zu erkaufen, dass sie das Erbe des Ordens von Tython tragen konnten. Jedi, die imstande waren, den Geist der machtanwendenden Angreifer zu verwirren, wenn es ging. Dort sah er seine Aufgabe in den kommenden Tagen und bis dahin musste er seine Kräfte bewahren, um sie auch richtig ausfüllen zu können. Ich empfinde unsere Begegnung als Bereicherung.
Mehr hatte er zu Morwena nicht sagen können, und er hoffte, dass ihm noch die Gelegenheit bleiben würde, sich auch von Andenus, Ritterin Deikan und Ritter Jarok zu verabschieden. Mit wenigen anderen auf Tython verband er so viel wie mit diesen Jedi, und man konnte sich schließlich nicht zu allen begeben, wenn gerade eine akute Notsituation vorlag. Während er seine Gabe langsam auffächerte, um unter den emotionalen Eindrücken seiner Umgebung diejenigen zu entdecken, die am ehesten der Hilfe bedurften, zuckte er leicht zusammen, als sein Geist ein Muster erkannte, das ihm von einigen Einsätzen her vertraut war. 
Schnell erhob er sich und ging in die Richtung der Liege von Ritter Jarok, der den Schlaf der Erschöpften schlief, mal wieder verbunden. Jarok hatte ein seltenes Talent dafür, sich kreative Verletzungen zuzuziehen, diese aber immer zu überleben - es schien dieses Mal dasselbe zu sein.

Aloncor ging zu einem der Wassereimer, die im Lazarett parat standen, tränkte einen Lappen und ließ sich neben Efroy Jaroks Bett nieder, um diesem in aller Ruhe das schmutzige Gesicht zu reinigen. Es würde nichts helfen, es würde ihn nicht gesund machen, aber mehr konnte er für den Ritter im Augenblick nicht tun. Wieder einmal bedauerte er, dass seine Gaben ihm nur Einblicke gewährten, aber es doch letztlich immer viel zu wenig war, um anderen direkt zu helfen. Als seine Robe ein bisschen wackelte, hielt er den Ärmel so, dass der kleine Salamander, den er auf seinem letzten Ausseneinsatz als Mitbewohner gewonnen hatte, aus dem Ärmelinneren herausklettern und sich auf den Rand von Efroys Liege setzen konnte, neugierig züngelnd.
Warum er den Kleinen 'Djeri' getauft hatte, wusste Aloncor selbst nicht so ganz, aber er musste immer kurz schmunzeln, wenn er das farbenprächtige, sture kleine Reptil sah, das trotz seiner Versuche, es auf seinem Heimatplaneten zurückzulassen, immer wieder zu ihm zurückgekehrt war. Vielleicht hatte Morwena Recht, und es gab irgendeinen seltsamen Grund in der Macht, wieso der Salamander ihn als Gefährten auserkoren hatte. 
Vielleicht war Djeri auch einfach nur reiselustig und neugierig - wer wusste das schon. Als Efroy im Schlaf ein Schnauben von sich gab, war es mit der Neugierde aber schnell vorbei und Djeri flüchtete in die Sicherheit des schon vertrauten Robenärmels zurück. Wieder schmunzelte der Diplomat einige Momente lang, den Blick danach wieder auf Efroy richtend.

Dieses Mal war es anders als auf den vergangenen Missionen zuvor. Die Chancen waren einfach viel geringer, aber wenn es die Macht wollte, dann würde Efroy wieder fliegen, was er am liebsten zu tun schien. Ein Grund mehr, sich beim letzten Sturm auf den Tempel als standhaft zu erweisen. Sicher, er war wehmütig, dass sein Leben enden würde, aber für einen Jedi war der Gedanke an ein sinnvolles Opfer zum Wohle eines größeren Zeiles nichts, das nicht bedacht werden durfte. Sein Leben war von vielen interessanten Eindrücken gefüllt gewesen, und er hatte vieles erlebt, vieles gesehen.
Mehr, als es das Schicksal normalerweise für einen Jungen aus einer armen Arbeiterfamilie auf Druckenwell vorsah. In manchem auch mehr, als es die strikten Regeln des Ordens einem Jedi zugestehen wollten - aber auch diese Erinnerungen hatten ihn bereichert und ihn geformt. Es gab nur wenig, das er bedauerte, und so fühlte er inzwischen eine ruhige Leichtigkeit bei dem Gedanken an das Kommende. 
Wenn man für sich eine Entscheidung traf, dann konnte man auch danach handeln. Nichts anderes würde Aloncor Torn tun. Und letztendlich dafür sorgen, dass ein Teil seiner letzten Vision wahr werden würde. Wenigstens hatte er nie die Erfüllung einer anderen Vision erleben müssen ...

Zuckerschädel abstauben bei der neuen Sims4-Challenge


Die allseits bekannten Feierlichkeiten wie Weihnachten und Helloween sind bei den Sims schon fast ein alter Hut - mit dem mexikanischen Feiertag "Día de los Muertos" kommt frischer Wind in den Alltag eurer simulierten Familien. Endlich mal etwas, das weder in MMORPGs noch bei den Sims bislang brutal durchgenudelt wurde!

Schon die farbenfrohe Aufmachung macht Lust auf mehr: im realen Leben wird der "Día de los Muertos" zwischen dem 31. Oktober und dem 2. November gefeiert und dient dem fröhlichen, lebensbejahenden Gedenken an die Verstorbenen, die dem Brauchtum nach zu dieser Zeit zu ihren Hinterbliebenen zurückkehren und mit ihnen eine schöne Zeit verbringen. 

Die Straßen werden mit Blumen geschmückt, Geschäfte und Häuer mit Skelett- und Totenschädelabbildungen dekoriert. Die Friedhöfe besonders herausgeputzt, da man bei den Gräbern der Verstorbenen gemeinsam mit Speis und Trank am letzten Feiertag die Verstorbenen verabschiedet. Beliebtes Naschwerk sind dabei die 'Calaveras de Dulce', aus Zucker, Marzipan oder Schokolade gefertigte Totenschädel, welche den Namen des zu gedenkenden Verstorbenen auf der Stirn tragen, oder das 'Pan de Muerto', das 'Totenbrot'. Eigentlich ein tröstlicher Gedanke, dem Tod nicht nur die unvermeidliche Trauer beizuordnen, sondern die Verstorbenen mit Freude und Gedanken an sie für einige Tage zumindest symbolisch in den Alltag zurückzuholen ...

Hier geht's um das begehrte Gut Zuckerschädel
Umso mehr hat es mich gefreut, dass bei den Sims4 der 'Día de los Muertos' ebenso farbenprächtig übernommen wurde. Vom 4. Oktober bis zum 4. November ist es möglich, an der gleichnamigen Challenge teilzunehmen, bei der euren Sims von der per Handy herbeirufbaren Veranstalterin Jasmine Holiday die Aufgabe gestellt wird, von den für die Feierlichkeiten kostümierten Mitsims aus ihrer jeweiligen Nachbarschaft insgesamt neun verschiedene Zuckerschädel einzusammeln. 
Blöd nur, dass es nicht ausreicht, diese einfach nur anzusprechen und um das begehrte Schädelgut zu bitten: die bunt kostümierten Sims rücken ihre Zuckerschädel nur heraus, wenn man mit ihnen befreudet ist, und das heißt reden, reden, reden. 

So geht's leichter:
Sims mit dem Grundmerkmal 'gesellig' gehen aufgeschlossener auf andere Sims zu und knüpfen schneller Kontakte
Sims mit dem Grundmerkmal 'selbstsicher' haben bessere Chancen, bei sozialen Interaktionen erfolgreich zu agieren
Das im Belohnungen-Store für 2000 Punkte erwerbbare Merkmal "unglaublich freundlich" lässt eure Sims bei einer freundlichen Vorstellung mit einer dicken Bonusmenge Zuneigung beim Gegenüber starten
Sims mit einem hohen Charismawert können im Gespräch mehr 'Charisma'-Optionen wählen, um dem Gegenüber zu schmeicheln und es sich gewogen zu machen
Sims, die das Bestreben 'Beliebtheit' erfolgreich abgeschlossen haben, erhalten das Merkmal 'aufgeschlossen', mit dem sie leichter Freundschaften schließen

Hat man einen Zuckerschädel ergattert, darf er gleich in Richtung des mit Annahme der Challenge im Inventar eures Simshaushalt hinterlegten speziellen Regals wandern:

So langsam füllt sich das Regal!
Leider ist es ein bisschen zufallsbasiert, welchen Schädel eure Sims in die Hände bekommen, wie bei allen Sammelobjekten braucht ihr ein bisschen Glück, um möglichst oft einen neuen Gegenstand zu erhalten!
Leichter wird's, wenn ihr in einem Haushalt mehrere sozial motivierte Sims habt, denn dann könnt ihr einen kostümierten Feiernden mit einem Sim auf der Straße ansprechen, ihn zum 'gemeinsamen abhängen' bitten und nachdem ihr mit dem ersten Sim einen Zuckerschädel ergattert habt, auch den nächsten Sim auf Anfreundungskurs schicken - die Zuckerschädel von einer bestimmten Person gibt es pro Sim, nicht nur pro Haushalt!

An belebten Orten wie Parks, auf der Straße vor dem Zuhause eurer Sims oder sonstigen beliebten Orten zur Freizeitgestaltung habt ihr die besten Chancen, kostümierte und geschminkte Feiernde zu finden - die Herren sind dank ihres üppig geschmückten Zylinders schon von weitem zu erkennen, die Damen tragen knielange Kleider und Blumen im Haar. Nach einer gewissen Weile verabschieden sich die Feiernden aus dem Gespräch (am Icon 'Auf Wiedersehen' zu sehen), clickt ihr das Icon aber weg und verwickelt den Feiernden in eine neue Interaktion, könnt ihr damit noch einiges mehr an Zeit fürs Gespräch schinden. 
Es hilft übrigens nicht, einen Feiernden per Handy und Einladung zu sich nach Hause zu holen - kommen diese Sims als geladene Gäste, tragen sie kein Kostüm und dann gibt es auch keine Zuckerschädel, ihr müsst also auf Zufallsbegegnungen hoffen.
Wenn eure Sims alle neun Zuckerschädel gesammelt haben, wird zur Vervollständigung der Sammlung ein zehnter Schädel freigeschaltet, der oben auf dem Regal thront. Danach könnt ihr mit dem Regal die neue Interaktion "Verblichene ehren" freischalten und erhaltet Besuch vom Sensenmann. Gerade bei sehr langzeitig gespielten Familien habt ihr dabei die tolle Möglichkeit, ihn um das Leben eines bereits verstorbenen Sims anzuflehen...

Leckere Spezialität: kochwütige Sims können nun auch "Pan de Muerto" herstellen
Die Jagd auf die Zuckerschädel ist nicht das einzige, was ihr durch den Mini-Patch für die Challenge an Möglichkeiten erhalten habt: gut versteckt im Baumenü befinden sich farbenfrohe neue Dekorationsitems, mit denen ihr das Zuhause eurer Sims für die Feierlichkeiten vorbereiten könnt. Neben einem Beistelltisch mit sehr unterschiedlichen Tischdecken darauf gibt es die üppigen, blütenverzierten Wandbehänge, Girlanden, eine Catrina-Puppe und ein Kerzenset, die richtig mexikanisch-lebensfrohe Stimmung ins nüchterne Designerheim bringen.
Auch neue Kleidung wurde nicht vergessen, sodass ihr neben Erwachsenen auch Kinder in das passende Outfit samt Totenschädel-Gesichtssminke stecken könnt.

Für mich ist dieser Patch eine positive Überraschung gewesen - ich freue mich natürlich besonders über die schrillbunten neuen Dekogegenstände, die meine sonst eher Ton in Ton gehaltenen Sim-Häuser richtig aufwerten. Probiert es ruhig aus - bis zum 4. November 2016 habt ihr Zeit, alle Zuckerschädel zu sammeln - und schreibt mir, wie euch die Challenge gefällt!

Wie geht's weiter mit Westeros?


Egal, wohin man derzeit als eingefleischter "Game of Thrones"-Fan blickt, man muss warten. Die nächste, siebte Staffel der mehrfach preisgekrönten HBO-Erfolgsserie wird vermutlich mindestens bis Sommer 2017 auf sich warten lassen, da die Dreharbeiten wegen des notwendigen, strengen Winterklimas erst zur kälteren Jahreszeit beginnen können und erst jetzt im Herbst 2016 richtig angelaufen sind.
Dazu noch die Hiobsbotschaft, dass es künftig noch weniger Folgen pro Staffel sein werden, sodass mit der siebten und achten Staffel nur noch insgesamt dreizehn Folgen sind, auf die wir uns freuen können! Dchwere Zeiten für Fans ausgiebiger TV-Schwelgereien., denn nach der achten Staffel ist Schluss und Westeros liegt entweder in Trümmern oder wird von der kundigen Hand eines echten Anführers regiert.

Dass uns George R. R. Martin schon bei der sechsten Staffel die Buchgrundlage nicht mehr nachliefern konnte, ist besonders für alle Leseratten ein echtes Manko. Der Autor scheint sich der Enttäuschung seiner Fans durchaus bewusst zu sein, immerhin erschien das letzte Buch (A Dance with Dragons, in deutscher Ausgabe in 'Der Sohn des Greifen' und 'Ein Tanz mit Drachen' geteilt) im Jahr 2011. Entsprechend hat er sich in seinem Blog zu Beginn dieses Jahres geäussert, und noch hat sich bis auf ein zweites Vorschaukapitel aus "The Winds of Winter" nichts weiter getan. 
Einerseits verstehe ich Martins Aussage 'Es ist einfach noch nicht fertig' sehr gut - wenn ich unter Zeit- und Erwartungsdruck anderer etwas schreiben muss, ist das einfach eine ganz andere Situation als ein lockerflockiges Vor-sich-hin-Schreiben, weil man gerade Lust drauf hat. Andererseits sind das nun schon fünf Jahre Wartezeit - irgendwann muss man doch auch mal zu Potte kommen.

Gerade wenn man sich im Internet ein bisschen umschaut, wird deutlich, wie viele Fans sich mit "Game of Thrones" und den vielen Details beschäftigen, die in Büchern und Serie Eingang gefunden haben. Ich liebe die teils skurrilen, teils abstrusen und - nach Staffel 6 - auch bestätigten Fantheorien, deswegen stelle ich euch heute ein paar vor, die ich besonders bemerkenswert finde. 
Dazu noch eine Vorbemerkung: Dieser Artikel ist dunkel und voller Spoiler - wer also Staffel 6 der Serie noch nicht gesehen hat und nicht gespoilert werden möchte, möge den Teil mit den Fantheorien bitte überspringen!

1. Die getrennten Zwillinge
Daenerys Targaryen begibt sich im zweiten Band "Die Saat des goldenen Löwen" in das Haus der Unsterblichen und erlebt dort eine vielteilige Vision, die in mehr oder weniger verständlichen Bildern Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft umfassen und für sie reichlich unverständlich bleiben. In einer der Passagen heisst es:
"Der Mann hatte das gleiche Haar wie ihr Bruder, doch er war größer, und seine Augen waren eher dunkel indigofarben denn veilchenblau. "Aegon", sagte er zu einer Frau, die ein Neugeborenes in einem großen Holzbett stillte. "Welcher Name wäre für einen König besser geeignet?"
"Wirst du ein Lied für ihn verfassen?", fragte die Frau.
"Er hat schon ein Lied", erwiderte der Mann. "Er ist der Prinz, der verheißen wurde, und sein ist das Lied von Eis und Feuer." [...] "Es fehlt noch einer", fuhr er fort, und ob er zu ihr sprach oder zu der Frau in dem Bett, vermochte sie nicht zu sagen. "Der Drache hat drei Köpfe." 
Er ging zum Fenster, nahm eine Harfe und strich mit den Fingern sanft über die silbernen Saiten. Süße Traurigkeit erfüllte den Raum, derweil Mann und Frau und Säugling sich wie Morgennebel auflösten, nur die Musik blieb [...]"

Es ist davon auszugehen, dass es sich bei dem Mann um Rhaegor Targaryen handelt, der sich mit seiner Gemahlin Elia über beider Sohn unterhält. Da Aegon nicht überlebt, alle Visionen bei "Game of Thrones" jedoch eine tiefere Bedeutung haben, ist eine populäre Vermutung, dass es sich bei zwei Köpfen des angesprochenen Drachen um Daenerys Targaryen und Jon Snow (als Rhaegars Bastard) handelt. Beim dritten Drachenkopf scheiden sich die Geister - einige vermuten, es könnte Tyrion Lannister sein, dessen Mutter Joanna vom verrückten König Aerys geschwängert wurde. Das könnte erklären, warum Tywin seinem jüngsten Sohn neben Joannas Tod bei dessen Geburt mit so viel Verachtung entgegen tritt.
Andere bringen den Namen Meera Reed ins Spiel - da Howard Reed zu der Zeit, in der Ned Stark Jon Snow zu sich nahm, an dessen Seite war und ganz Star-Wars-like die 'Leia' eines neugeborenen Zwillingspaares Jon/Meera zu sich genommen hätte. Mutig genug für einen Targaryen-Spross ist Meera allemal ..

Ein (Geschwister-) Paar mit Höhen und Tiefen: Jaime und Cersei Lannister | Game of Thrones
2. Tod durch den Valonquar
Schon als junges Mädchen wird Cersei Lannister von einer Hexe (Maggy der Frosch) ihre Zukunft vorhergesagt. Drei Fragen durfte sie der Hexe stellen und erhielt darauf recht durchwachsene Antworten. Auf ihre dritte Frage, ob sie und der König, den sie heiraten würde, Kinder haben würden, antwortete Maggy recht kryptisch:
"O ja. Sechzehn er, drei du. Golden werden ihre Kronen sein, und golden ihre Totenhemden. Und wenn deine Tränen dich ertränkt haben, wird der Valonqar die Hände um deinen hellen weißen Hals schließen und zudrücken, bis du dein Leben ausgehaucht hast."

Nachdem in der sechsten Staffel auch das dritte Kind Cerseis sein Leben (wie auch von Maggy vorhergesagt) auf tragische Weise aushaucht, bleibt für die Verkörperung des Valonquar eigentlich nur noch eine Person übrig - Jaime Lannister. "Valonquar" ist der hochvalyrische Begriff für 'kleiner Bruder', und wie wir auch wissen, kam bei der Zwillingsgeburt Cersei/Jaime die intrigante Königinwitwe zuerst auf die Welt. Angesichts der Tatsache, wie viel Tragik Jaime durch den Tod seiner Kinder erleben musste und wie rasant sich Cersei zu einer reinen Machtperson entwickelt, scheint mir dieser Ausgang gar nicht so unwahrscheinlich.

3. Des Königs Appetit gebar Zwillinge
Und schon wieder sind wir bei den Lannisters und einer Theorie, die aus Tywin vermutlich die deprimierendste Gestalt der gesamten Geschichte machen könnte: Während viele Leute darüber spekulieren, dass Tyrion Lannister (siehe 1.) ein Bastard aus stattgefundenen Trieben des König Aerys und der strahlend schönen Joanna Lannister sein könnte, halten andere wegen seiner Eigenschaften energisch dagegen. Denn Tyrion besitzt Tywins politischen und taktischen Scharfsinn, seine Intelligenz und die Anführerqualitäten, die sehr unterschiedliche Leute dazu bringt, ihr Leben mit dem seinen zu verknüpfen.
Was, wenn das als Verkörperung der Lannister-Schönheit geltende Zwillingspaar Cersei/Jaime die untergeschobenen Kinder von Aerys mit Joanna wären? Denn auch wenn die optischen Tugenden der Lannisters eher in Richtung goldblondes denn weißblondes Haar gehen, so scheinen doch beide zwar rege am Spiel der Throne beteiligt, jedoch ohne sich so geschickt zu gebärden wie Tywin Lannister, den man für ihren Vater hält.

Als grausam, gierig und machtverliebt erweist sich Cersei - Eigenschaften, die man einer Menge Targaryens ebenso zuschreiben könnte und gut zu jenem Sprichwort über die Targaryens passt, nachdem bei der Geburt eines Nachkommen eine Münze geworfen würde, welche darüber entscheidet, ob das Kind verrückt werde oder nicht. Paranoid genug dafür ist Cersei ganz sicher.
Und gab es da nicht einmal eine angestrebte Verlobung zwischen ihr und Rhaegar Targaryen, die ohne viele Gründe gecancelt wurde?
Vielleicht wollte König Aerys schlichtweg nicht, dass sein leiblicher Sohn seine Bastardtochter heiratet. Bedenkt man, dass Targaryen-Bastarde als verrückt und brutal gelten, sollte man sich zumindest über Cerseis Herkunft ein paar Gedanken machen. Damit hätte der stolze Tywin Lannister Zeit seines Lebens den einzigen wahren Sohn aus seinem Samen verdammt...

4. Der Eunuch mit dem weißen Haar
Eine Person, die im Buch stets als haarlos beschrieben und auch in der Serie immer mit Glatzkopf gezeigt wird, ist einer der stärksten Unterstützer der Targaryen-Fraktion in Westeros - Varys 'die Spinne', der Meister der Ohrenbläser und Mitglied im Königsrat. Er sorgte für Tyrions Flucht, war stets ein Verbündeter von Meister Ilyrio, welcher Daenerys und Viserys Unterschlupf gewährte.
Was, wenn seine Haarlosigkeit nicht an seinem hormonell nun etwas anderen Leben als Eunuch liegt, sondern daran, dass er sich die verräterische Haarpracht generell abrasiert - gerade unter dem extrem targaryenhassenden König Robert Baratheon definitiv hilfreich, um länger zu leben.

Letztendlich ist Varys' Anspruch, dem Reich zu dienen, kein vollkommener - denn während Lannisters auf dem Thron sitzen, kocht der listenreiche Ratgeber ein ganz eigenes Süppchen direkt unter den Augen der Löwen. Selbst sein Name gilt hier als der Beweis - zugegeben, 'Varys' hat schon deutlich mehr Ähnlichkeit mit den klingenden Namen der Targaryens als mit irgendwelchen Stämmen sonst. Allerdings bleibt die Frage zu Varys' Eltern und eigentlicher Herkunft unbeantwortet. Da König Aerys II. ihm vertraut haben soll, könnte er zumindest ein geheimer Bastard der Targaryens sein, da er immerhin auch deren Geheimnisse hüten durfte ...

Brienne 'die Schöne' - eine Frau mit Durchschlagskraft | Game of Thrones
5. Die Schöne gegen die Goldhaarige
Wieder sind wir bei einer Prophezeihung, genauer der zweiten Frage, welche Cersei von der Hexe beantwortet erhält - jener danach, ob Cersei Königin werden würde. Maggy antwortete folgendes:
"Ja. Königin wirst du werden, bis eine andere kommt, eine Jüngere und Schönere, die dich niederwirft und dir alles nimmt, was dir lieb und teuer ist."

Allgemein geht man davon aus, dass damit die Heirat zwischen Margaery Tyrell und Cerseis Sohn Tommen ist, der als ihr einziges Kind in Cerseis direkter Nähe blieb und nach dem Tod von Joffrey diesem als König nachfolgt. Margaery wird Königin, Cersei ist es damit nicht mehr, jünger ist sie allemal, über 'schöner' darf man sich streiten. Doch wenn es nicht Margaery ist, wer könnte es denn noch sein? Die Rede ist nicht davon, dass die andere auch Königin wird, sondern nur davon, dass sie Cersei niederwerfen und ihr alles nehmen würde.
Die Kraft dazu hätte eine ganz sicher: Brienne von Tarth, genannt 'Die Schöne', welche im Kampf gegen Sandor Clegane brillierte und zudem über zehn Jahre jünger als Cersei ist. Was die furchtlose Kriegerin dazu bringen könnte, in den direkten Clinch mit Cersei zu gehen, ist jedoch noch unklar. Vielleicht kommen Gefühle ins Spiel, die seit Jaimes und Briennes gemeinsam verbrachten Weges durchaus existieren könnten?

6. Tanzmeister und Assassine im Dienste der Gesichtslosen
Ein Mann hält sich hartnäckig als Einfluss in Arya Starks Leben - Jaquen H'gar, der sie auf den Weg nach Braavos schickt, um aus ihren Rachegefühlen etwas Sinnvolles zu machen und sie dort im Haus von Schwarz und Weiß aufnimmt, damit sie dort als Novizin dienen und das Leben als Gesichtslose erlernen kann.
Ein anderer Mann stammte jedoch auch aus Braavos, nannte Arya ebenso 'Junge' und war ebenfalls ein wichtiger Einfluss in Aryas Entwicklung: Syrio Forel, ihr 'Tanzmeister', welcher ihr die Künste einer Bravoosi-Wassertänzerin nahebrachte und den Grundstein für ihre Entwicklung und ihr Können legte. Weder im Buch noch in der Serie sieht man ihn sterben, es könnte also durchaus sein, dass es ihm gelang, die Königsgarde auszumanövrieren und zu flüchten. Für einen Mann, der das Aussehen seines Gesichtes verändern kann, stellt auch ein abgeriegelter Palast kein zu großes Problem dar.
Demnach also müsste die Aufmerksamkeit des Todesgottes schon sehr früh auf Arya gerichtet gewesen sein - oder erst durch ihre Ausbildung entstanden. Andererseits soll Forel ein über mehrere Jahre hinweg bekanntes Vorleben gehabt haben - wer weiss. Sicher ist jedoch, dass Jaquen H'gars Rolle in Aryas Leben gewiss noch nicht vorüber ist.

7. Aus zwei mach eins
Eine weitere Theorie rückt Arya Stark ebenfalls in den Mittelpunkt, genauer gesagt ihre Novizenzeit im Haus von Schwarz und Weiß. Mit ihr dient eine junge Frau im Tempel, die Heimatlose (englisch: the Waif), welche Aryas zunächst ihre Pflichten erklärt und diese zum Teil mit ihr gemeinsam ausübt. Doch als Arya ihre persönliche Rache über den Dienst am Vielgesichtigen Gott stellt, ist es die Heimatlose, die während Aryas Sühnedienst stets genau Bescheid über deren Leben weiß und Aryas Sünden alle kennt. Die Heimatlose verletzt Arya bei deren zweitem großen Versagen schwer und wird von jener schließlich im blinden Kampf bezwungen.

Eine gängige Theorie besagt, dass die Heimatlose und Arya ein und dieselbe Person sein sollen und sie Aryas Killerinstinkt symbolisiert, und erst wenn es ihr möglich ist, diesen Instinkt zu akzeptieren, könne sie wirklich zu 'Niemand' anstelle von 'Jemand' werden. Zuvor soll sich Aryas Persönlichkeit gespalten haben, als sie zu den Gesichtslosen gekommen ist.
Ein Beweis dafür soll sein, dass nur Arya und Jaqen H'gar wirklich fähig sind, die Heimatlose zu sehen - als sie Arya in den Gassen von Braavos mit einem Stock verprügelt, scheint sich keiner der Umstehenden daran zu stören. Mit den Dolchstichen, welche die Heimatlose Arya schließlich versetzt, soll sie auch versucht haben, gleichzeitig das letzte bisschen Gute in sich zu töten.

Arya Stark und Jaquen H'gar im Haus von Schwarz und Weiß | Game of Thrones
8. Der Sadist als Retter der Welt
Es gibt unzählige Theorien um den prophezeihten "Azor Ahai", gerade im Umfeld der Roten Frau, der Priesterin Melisandre, häuft es sich ein bisschen mit den Blicken in eine nicht allzu ferne Zukunft. Azor Ahai war ein Held aus der Vergangenheit, welcher vor tausenden von Jahren das Schwert Lichtbringer schmiedete, um den Großen Anderen zu besiegen.
Jedoch brachte er für diese legendäre Waffe ein bitteres Opfer: erst als er nach zwei Misserfolgen bei der Herstellung die dritte, geschmiedete Version dieses Schwertes in das Herz seiner geliebten Frau stieß, konnte er sein Werk vollenden, weil sich die Seele seiner Frau mit der Waffe verband.

Melisandre war davon überzeugt, dass es Stannis Baratheon sein würde, der als wiedergeborener Azor Ahai mit dem Flammenschwert die Bedrohung durch die White Walker zurückschlagen würde - blöd gelaufen, Stannis dürfte endgültig aus dem Spiel sein. Auch weissagende, schattengebärende Priesterinnen können sich schließlich mal irren!
Da scheint Jon Snow der geeignetste nächste Kandidat zu sein, was auch Melisandres Interesse an ihm erklärt - und da er nicht totzukriegen ist, könnte er sich tatsächlich noch als brauchbar erweisen. Da sie in einer ihrer Visionen im Feuer 'Schnee' gesehen hat und dies Stannis kundtat, scheint dies durchaus realistisch. Der andere 'Schnee', nämlich der legitimierte Ramsay Bolton, wurde ja auch aus dem Spiel genommen, galt aber in einer Fantheorie durchaus als möglicher Kandidat für die Verkörperung des Azor Ahai.

Ramsay hatte sich mit seiner Vorliebe für das Quälen anderer längst ganz nach vorne auf die Sadisten-Topliste gespielt, da ihm Joffrey keine Konkurrenz mehr machen konnte.
Aber der fiese Bastardsohn eines Verräters als der auserwählte Retter von Westeros? Schwer vorstellbar, dass dieser Kerl trotz rasantem Aufstieg irgend etwas anderes im Kopf hatte als seinen eigenen Vorteil. Die nötige Grausamkeit, um wie der Azor Ahai aus der Sage seiner Geliebten das Schwert in die Brust zu stoßen, um daraus einen Vorteil zu erlangen, hätte er jedoch allemal gehabt.

Ob sich von diesen Theorien irgend etwas bewahrheiten wird, werden wir spätestens in Staffel 7 und 8 feststellen - denn ich fürchte, auf "The Winds of Winter" müssen wir noch eine ganze Weile warten. Welche dieser Theorien erscheint euch denn besonders wahrscheinlich? Welche haltet ihr für totalen Blödsinn?

Im Moment könnte ich mir vorstellen, dass das Buch erst mit Erscheinen der 7. Staffel auf den Markt kommt. Damit steht noch eine Wartezeit von gut 8 Monaten an, bis man als Fan neues Futter erhält - was nun?
Ich werde die Gelegenheit sicher nutzen, die gesamte, bisher vorhandene Buchreihe nochmals zu lesen, da das letzte Mal schon eine ganze Weile zurückliegt und ich mich dann hoffentlich über die Durststrecke von Tyrions Reise auf dem anderen Kontinent nicht mehr so ärgern werde. Alternativ jedoch möchte ich euch etwas ganz anderes ans Herz legen, vor allem, wenn ihr nicht die totalen Lesefreaks seid:

Die Hörbücher zur "Das Lied von Eis und Feuer"-Reihe ersparen euch das Blättern und können euch auf dem Weg zur Arbeit, auf längeren Strecken oder einfach beim abendlichen Relaxen auf dem Sofa begleiten. Die Stimme des Sprechers Reinhard Kuhnert hat mich schon beim Hörbuch "Westeros - die Welt von Eis und Feuer" echt begeistert, als er in der Rolle als Maester Mervyn die Geschichte der sieben Königslande erzählt hat.

Bei den Hörbüchern zur Reihe liest er szenisch und verleiht den verschiedenen handelnden Personen durch den Klang seiner Stimme ein ganz eigenes Charisma, auch die weiblichen Charaktere wirken für meinen Geschmack gelungen. Neugierig geworden? Hört doch einfach mal 'rein: audible.de hat eine zweistündige Hörprobe zur Verfügung gestellt, in der ihr euch diese tolle Stimme samt der spannenden Handlung erstmal kostenfrei gönnen könnt:



Ein besonderes Goodie bei den Hörbüchern bedient die Fans, welche mit den Übersetzungen zu lesen begonnen haben, in denen die Eigennamen und Ortsbezeichnungen noch in der englischen Version vorhanden waren. Sprecher Reinhard Kuhnert hat sich sehr dafür eingesetzt, dass diese auch in den Hörbüchern erhalten bleiben! So dürfen wir beim Zuhören  'Jon Snow' anstelle 'Jon Schnee' genießen und müssen uns auch nicht fragen, wo zur Hölle 'Altsass' liegt anstelle von 'Oldtown'. 
(Ich gebe zu, ich war bei der Umstellung der Bezeichnungen damals sehr irritiert und hoffe, dass dieser schmerzhafte Ausflug in die zwanghafte Eindeutschung bei den neueren Buchausgaben irgendwann endet!)

Hier geht's zur gesamten Game-of-Thrones-Hörbuch-Reihe bei Audible - zu jedem auf deutsch erschienenen Buch gibt es zwei Hörbücher, also derzeit insgesamt zwanzig. Vielleicht hilft euch das, die Zeit ein bisschen zu überbrücken - die Sprecherleistung von Reinhard Kuhnert ist auf jeden Fall einen Versuch wer.
Wenn ihr in die Hörprobe 'reingehört habt: wie gefällt euch denn die Sprecherleistung von Reinhard Kuhnert? Würde mich wirklich interessieren, vielleicht teilt da draußen ja jemand mein kleines Fandom ;) Bald geht es auch mit den kuriosen Fundstücken zu Game of Thrones weiter - ihr dürft gespannt bleiben!

Dieser Artikel wurde mit der Unterstützung von audible.de erstellt - vielen Dank an dieser Stelle!